Neue alte Fenster

Heute war der erste volle Arbeitstag im Oberhaus. Nicht überraschend beginnt das Einrichten des B&B erst einmal mit Entrümpeln. Dabei kamen auch ein paar alte Fenster zum Vorschein. Im Moment sind sie noch ziemlich matt, aber wenn der Staub der letzten Jahrzehnte erst einmal weg ist, werden sie wieder leuchten – besonders die farbigen Fenster auf der linken Seite des Bildes.

Diese Fenster gehörten zu einem Gartenhäuschen, das einst im Garten vor dem Oberhaus stand. In typischer Oberhausmanier hat man die Fenster nicht einfach weggeworfen, als man das Häuschen abriss, und Rosmarie Bühler, Stefans Mutter, hat sie fein säuberlich beschriftet, damit man weiss, woher sie stammen. Die Tür des abgerissenen Häuschens, die ebenfalls farbige Fenster hat, wurde in den Siebzigerjahren in den Geräteschuppen neben dem überdachten Sitzplatz im Garten eingebaut. Zwei der alten Doppelfenster werden wir nun aufarbeiten und sie an der Nordwand des Sitzplatzes, den wir zum Frühstücksraum umgestalten, einbauen. Dort werden sie einen stimmungsvollen Beitrag zur Beleuchtung des Raums leisten.

Die Fenster auf der rechten Seite des Bildes stammen vom Waschhaus unterhalb des Hausplatzes. Für dieses läuft derzeit die Planung. Der grosse Raum im Erdgeschoss des Gebäudes soll eine Küche bekommen und als Gemeinschaftsraum und Frühstücksraum für die kalte Jahreszeit dienen, wenn es im Sitzplatz-Frühstücksraum zu kühl wird. Weiter soll die Reception des Bed & Breakfast im Raum untergebracht werden und die Bibliothek des Oberhauses soll hier als Bücherwand zu neuem Leben erwachen. Zu guter Letzt soll auch der Flügel, den Berta Bühler (die Schwester von Stefans Grossvaters) einst gekauft hatte und der mittlerweile an Stefan übergegangen ist, hier einen Platz finden.

Auch wenn es mühsam ist, die alten Fenster mit je zehn Gläsern pro Fensterflügel zu säubern und wieder herzurichten, werden wir uns überlegen, sie allenfalls wieder im Waschhaus einzubauen, da sie sehr schöne Proportionen aufweisen und so mit Ihrem Erscheinungsbild einfach gut in unser Konzept hineinpassen. So könnten wir, in guter Oberhaustradition, das Alte erhalten und mit dem Neuen ergänzen.

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